Zusatzqualifikationen No. 325/2021

 

"Kinder mit Behinderungen als kompetente Partner_innen“

 

Facherzieher/ Facherzieherin für Integration/Inklusion

 

Für Fachkräfte aus Integrationseinrichtungen, Kindertagesstätten, Mitarbeiter_innen von Einrichtungen der Familienbildung und -beratung, Fachkräfte aus Kinder- und Jugendambulanzen, sozialpädiatrischen Zentren und Frühfördereinrichtungen.

 

Zusatzqualifikation Facherzieher_in für Integration/Inklusion

Das Ziel dieser Weiterbildung ist die fachliche und persönliche Qualifizierung der Mitarbeiter*innen für integrationspädagogische Arbeitsfelder.

 

Themenbereiche der Weiterbildung:

 

1.   Die Entwicklung integrativer/inklusiver Erziehung in der Bundesrepublik Deutschland im Land Berlin undanderen Bundesländern– Gesetzliche Grundlagen


•     Geschichte und Modelle gemeinsamer Erziehung
•     Beispiele aus verschiedenen Bundesländern Gesetzliche Grundlagen und deren  Anwendungsmöglichkeiten in derPraxis
•     Rolle und Aufgaben der Fachkraft bzw. der Facherzieherin für Integration/Inklusion

 

2.   Zusammenarbeit mit Eltern

•     Die Situation von Eltern, die ein Kind mit Behinderung haben
•     Konzepte der Kooperation und Beratung im Spannungsfeld zwischen Akzeptanz, Entwicklungsfantasien, Gleichgültigkeit und Ausgrenzung mit besonderer Berücksichtigung von Eltern mit Migrationshintergrund

•     Die Aufgaben der Facherzieher*innen in der Zusammenarbeit mit den Eltern

 

3.   Grundlagen der menschlichen Entwicklung

•     Entwicklungspsychologische Ansätze, die für die inklusive Pädagogik von Bedeutung sind
•     Motorische, emotionale, kognitive, soziale und kommunikativ/sprachliche Entwicklung von Kindern
•     Spielentwicklung bei Kindern mit und ohne Behinderung

 

4.   Die Bedeutung von Bindung und Interaktion für die kindliche Entwicklung
•     Behinderung als Risikofaktor für die Entwicklung des Dialogs zwischen Kind und Bezugsperson
•     Bindung als Schutz- oder als Risikofaktor für die kindliche Entwicklung
•     das Konzept der Feinfühligkeit – wichtige Ressource der Bezugsperson
•     Videobeispiele zu gelingender und misslingender Interaktion
•     Kinderschutzaspekte

 

5.   Diagnostik der kindlichen Entwicklung und Möglichkeiten der Therapie
•     Begriffsdefinitionen: Störung, Beeinträchtigung, Behinderung, Krankheit
•     Bausteine für eine dialogische und ressourcen-orientierte Entwicklungs- und Förderdiagnostik
•     ausgewählte entwicklungsdiagnostische Instrumente und Beobachtungsverfahren
•     Überblick über verschiedene Therapieformen, Ansätze, Therapiematerialien, Handling, Lagerungs- und Hilfsmittel
•     elektronische Kommunikationshilfen für schwerstbehinderte Kinder

 

6.   Sozialpädagogische Methoden für die differenzierte Gruppenarbeit im Rahmen
      von Altersmischung und offener Arbeit
•     Binnendifferenzierung, Kleingruppenarbeit und Projektarbeit als methodische Grundlage für die Gestaltung gemeinsamer Lern- und Spielprozesse
•     Analyse von Gruppenprozessen und Gruppenstrukturen
•     Instrumente und Methoden zur pädagogischen Planung und zur Überprüfung von Lern- und Förderzielen der inklusiven Arbeit in altersgemischten offenen Gruppen
•     die Rolle der Fachkraft/Facherzieher_in bei der Anbahnung gemeinsamer Spielprozesse

 

7.   Beobachtung und Beobachtungsverfahren

•     Beobachtung als Voraussetzung für zielgerichtetes, pädagogisches Handeln Grundlagen systematischer Beobachtung
•     Beobachtungsinstrumente
•     Entwicklung von Förderplänen
•     Förderung und Kommunikation mit schwerst-behinderten Kindern

 

8.  Prozessanalyse zur Kommunikation, Kooperation und Konfliktklärung

•    Grundlagen der Gesprächsführung
•    Modelle und Übungen zur Verbesserung der kommunikativen und kooperativen Kompetenz in integrationspädagogischen Arbeitsfeldern
•    Konfliktlösungsmodelle
•    Fallbesprechung und kollegiale Beratung als Möglichkeit zur Verbesserung der Kommunikation

 

9.  Kooperation der Fachkräfte untereinander und mit den verschiedenen Fachdiensten, Vernetzung mit anderen Institutionen

•    die Bedeutung interner und externer Kooperationen
•    Kooperationsmodelle zwischen pädagogischem, therapeutischem und medizinischem Fachpersonal
•    Kontakte und Vernetzung mit sozialen Diensten, Diagnose- und Beratungseinrichtungen und Schulen

 

Arbeitsformen

•     Teilnehmer_innen-orientierte Konzepte der Erwachsenenbildung
•     Lehrgespräch
•     Gruppendiskussion, Kleingruppenarbeit
•     Rollenspiele
•     Übungen zur Selbsterfahrung und
•     Selbstreflexion
•     Übungen zum Praxistransfer
•     Videobeispiele

 

Termine:
25.-28.10.2021      
15.-17.11.2021 
13.-15.12.2021     
26.-28.01.2022      
28.02.-02.03.2022
28.-31.03.2022     
23.-25.05.2022      (23 Tage 184 UStd.)
     

Veranstaltungsort: a&o am Hauptbahnhof Lehrter Str. 12, 10557 Berlin

 

Im Land Berlin ist die Maßnahme als Zusatzqualifikation zur Facherzieherin/zum Facherzieher für Integration anerkannt

 

Verantwortliche Leitung und fachliche Information:Melike Çınar, Diplom-Politologin, Referentin für Familien- und Elternbildung, Paritätisches Bildungswerk Bundesverband e.V., Büro Berlin

 

Kursleitung: Cornelia Dittmer, Diplom-Pädagogin, Erzieherin, Heilpädagogin Beratung, Fortbildung und Organisationsentwicklung, PIKE e.V., Berlin

 

Fachreferent_innen: Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie der Freien Universität Berlin

 

Teilnahmebeitrag: € 1.196,- Ratenzahlung in 7 Raten möglich (Wenn einer Ratenzahlung erwünscht ist, informieren Sie uns bitte bei der Anmeldung)

 

Rücktrittserklärung: Eine Absage der Teilnahme bedarf der Schriftform. Geht die Absage später als 6 Wochen vor Veranstaltungs-beginn ein, erheben wir eine Ausfallgebühr von 80% des Gesamtbetrages.
Bei einem Rücktritt von 3 Wochen vor Beginn wird der volle Teilnahmebeitrag fällig. Bei Rücktritt während der laufenden Kursreihe erheben wir den vollen noch ausstehenden Teilnahmebeitrag. (AGB siehe www.pb-paritaet.de)

 

Information:
Anja Perschon
Paritätisches Bildungswerk
Bundesverband e.V.
Oranienburger Str. 13-14
10178 Berlin
Tel.: 030/24636-474
E-Mail: perschon@pb-paritaet.de
web: www.pb-paritaet.de

 

Unsere Seminare werden vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert

 

Abschluss:
Die Qualifizierung endet mit einem Kolloquium, bei dem die Teilnehmer_innen ihre Praxisarbeiten bzw. ein eigenes Projekt vorstellen.
Nach erfolgreicher Teilnahme erhalten die Teilnehmer_innen ein qualifiziertes Zertifikat über Umfang und Inhalte der Qualifizierungsmaßnahme.

 

Die Seminare beginnen jeweils um 09.00 Uhr und enden um 16.00 Uhr.

 

 

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