Seminar Nr. 326/2019

Kinder mit Behinderungen als kompetente Partner_innen

Facherzieher/ Facherzieherin für Integration/Inklusion



Zielgruppe:
Für Fachkräfte aus Integrationseinrichtungen, Kindertagesstätten, Mitarbeiter_innen von Einrichtungen der Familienbildung und -beratung, Fachkräfte aus Kinder- und Jugendambulanzen, sozialpädiatrischen Zentren und Frühfördereinrichtungen

 

Ziel und Inhalte:
Ziel dieser Weiterbildung ist die fachliche und persönliche Qualifizierung der Mitarbeiter*innen für integrationspädagogische Arbeitsfelder.

 

 

Themenbereiche der Weiterbildung:

 

1.   Die Entwicklung integrativer/inklusiver Erziehung in der Bundesrepublik Deutschland im Land Berlin undanderen Bundesländern

- Gesetzliche Grundlagen
- Geschichte und Modelle gemeinsamer Erziehung
- Beispiele aus verschiedenen Bundesländern
- Gesetzliche Grundlagen und deren Anwendungsmöglichkeiten in der Praxis
- Rolle und Aufgaben der Fachkraft bzw. der Facherzieherin für Integration/Inklusion

 

2.   Zusammenarbeit mit Eltern

- Die Situation von Eltern, die ein Kind mit Behinderung haben
- Konzepte der Kooperation und Beratung im Spannungsfeld zwischen Akzeptanz, Entwicklungsfantasien, Gleichgültigkeit und Ausgrenzung mit besonderer Berücksichtigung von Eltern mit Migrationshintergrund
- Die Aufgaben der Facherzieher*innen in der Zusammenarbeit mit den Eltern

 

3.   Grundlagen der menschlichen Entwicklung

- Entwicklungspsychologische Ansätze, die für die inklusive Pädagogik von Bedeutung sind
- Motorische, emotionale, kognitive, soziale und kommunikativ/sprachliche Entwicklung von Kindern
- Spielentwicklung bei Kindern mit und ohne Behinderung



4.   Die Bedeutung von Bindung und Interaktion für die kindliche Entwicklung

- Behinderung als Risikofaktor für die Entwicklung des Dialogs zwischen Kind und Bezugsperson
- Bindung als Schutz- oder als Risikofaktor für die kindliche Entwicklung
- das Konzept der Feinfühligkeit – wichtige Ressource der Bezugsperson
- Videobeispiele zu gelingender und misslingender Interaktion
- Kinderschutzaspekte

 

5.   Diagnostik der kindlichen Entwicklung und Möglichkeiten der Therapie

- Begriffsdefinitionen: Störung, Beeinträchtigung, Behinderung, Krankheit
- Bausteine für eine dialogische und ressourcen-orientierte Entwicklungs- und Förderdiagnostik
- ausgewählte entwicklungsdiagnostische Instrumente und Beobachtungsverfahren
- Überblick über verschiedene Therapieformen, Ansätze, Therapiematerialien, Handling, Lagerungs- und Hilfsmittel
- elektronische Kommunikationshilfen für schwerstbehinderte Kinder

 

6.   Sozialpädagogische Methoden für die differenzierte Gruppenarbeit im Rahmen von Altersmischung und offener Arbeit

- Binnendifferenzierung, Kleingruppenarbeit und Projektarbeit als methodische Grundlage für die Gestaltung gemeinsamer Lern- und Spielprozesse
- Analyse von Gruppenprozessen und Gruppenstrukturen
- Instrumente und Methoden zur pädagogischen Planung und zur Überprüfung von Lern- und Förderzielen der inklusiven Arbeit in altersgemischten offenen Gruppen
- die Rolle der Fachkraft/Facherzieher_in bei der Anbahnung gemeinsamer Spielprozesse

 

7.   Beobachtung und Beobachtungsverfahren

- Beobachtung als Voraussetzung für zielgerichtetes, pädagogisches Handeln Grundlagen systematischer Beobachtung
- Beobachtungsinstrumente
- Entwicklung von Förderplänen
- Förderung und Kommunikation mit schwerst-behinderten Kindern

 

8.  Prozessanalyse zur Kommunikation, Kooperation und Konfliktklärung

- Grundlagen der Gesprächsführung
- Modelle und Übungen zur Verbesserung der kommunikativen und kooperativen Kompetenz in integrationspädagogischen Arbeitsfeldern
- Konfliktlösungsmodelle
- Fallbesprechung und kollegiale Beratung als Möglichkeit zur Verbesserung der Kommunikation

 

9.  Kooperation der Fachkräfte untereinander und mit den verschiedenen Fachdiensten, Vernetzung mit anderen Institutionen

- die Bedeutung interner und externer Kooperationen
- Kooperationsmodelle zwischen pädagogischem, therapeutischem und medizinischem Fachpersonal
- Kontakte und Vernetzung mit sozialen Diensten, Diagnose- und Beratungseinrichtungen und Schulen

 

Arbeitsformen:

- Teilnehmer_innen-orientierte Konzepte der Erwachsenenbildung
- Lehrgespräch
- Gruppendiskussion, Kleingruppenarbeit
- Rollenspiele
- Übungen zur Selbsterfahrung und
- Selbstreflexion
- Übungen zum Praxistransfer
- Videobeispiele

 

 

Abschluss:
Die Qualifizierung endet mit einem Kolloquium, bei dem die Teilnehmer_innen ihre Praxisarbeiten bzw. ein eigenes Projekt vorstellen.
Nach erfolgreicher Teilnahme erhalten die Teilnehmer_innen ein qualifiziertes Zertifikat über Umfang und Inhalte der Qualifizierungsmaßnahme.

 

Die Seminare beginnen jeweils um 09.00 Uhr und enden um 16.00 Uhr.

 

 

 

Kursleitung:
Cornelia Dittmer,
Diplom-Pädagogin, Erzieherin, Heilpädagogin Beratung, Fortbildung und Organisationsentwicklung, PIKE e.V., Berlin

 

Fachreferent_innen: Claudine Calvet,
Diplom-Psychologin, Psychotherapeutin und Entwicklungspsychologin

Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie der Freien Universität Berlin

u.w.

 

Verantwortliche Leitung und fachliche Information: Melike Çınar,
Diplom-Politologin, Referentin für Familien- und Elternbildung, Paritätisches Bildungswerk Bundesverband e.V., Büro Berlin

 

Termine:
10.-13.09.2019      
12.-15.11.2019     
11.-13.12.2019     
13.-15.01.2020      
12.-14.02.2020     
23.-25.03.2020     
06.-08.05.2020    

(23 Tage 184 UStd.)

 

Veranstaltungsort: Berlin (der genaue Ort wird noch bekannt gegeben)

 

Im Land Berlin ist die Maßnahme als
Zusatzqualifikation zur Facherzieherin/zum Facherzieher für Integration anerkannt.

 

Teilnahmebeitrag: € 1.196,-
Ratenzahlung in 7 Raten möglich
(Wenn eine Ratenzahlung erwünscht ist, informieren Sie uns bitte bei der Anmeldung)

 

 



Kontakt:
Paritätisches Bildungswerk Bundesverband e.V.

Büro Berlin
Oranienburgerstr. 13/14, 10178 Berlin
Telefon 030/24636474
Email fobi@pb-paritaet.de

 


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