Seminar Nr. 142/2019

Systemische Beratung im Kontext häuslicher Gewalt I und II

 

Grundgedanke:
In Deutschland ist jede 4. Frau mindestens einmal in ihrem Leben von Gewalt seitens
ihres aktuellen oder früheren Partners betroffen. Diese häusliche Gewalt zeigt sich als
Kombination verschiedener Formen - psychische und physische Gewalt, Drohungen,
Kontrolle, Kontaktverbote etc. Das Hilfesystem hält Frauenhäuser und Fachberatungsstellen u.a. bereit und unterstützt damit betroffene Frauen und deren Kinder in angemessener
Weise. Trotzdem wünschen viele Klientinnen keine Trennung sondern eine Beendigung der Gewalt seitens des Partners. Andere wünschen eine Trennung und wollen/müssen wegen gemeinsamer Kinder auf der Elternebene kooperieren. Wieder andere wünschen eine
Trennung und erleben beim nächsten Partner eine Wiederholung der Gewalt. Der vorliegende Kurs möchte Praktikerinnen ermutigen, neue professionelle Wege in der Beratungsarbeit zu gehen, um Möglichkeiten herauszuarbeiten, wie Gewalt in Partnerschaften wirkungsvoll beendet werden kann.

 

Zielgruppen:
Fachkräfte aus Frauenhäusern, Frauenberatungsstellen, Interventionsstellen u.a.
Interessierte

 

Ziele:
- Perspektiverweiterung Allparteilichkeit/Parteilichkeit
- Kennenlernen systemischer Theorie
- Erweiterung des Methodenrepertoires
- Reflexion der eigenen Haltung

 

Inhalte:
- Einführung in die Systemtheorie und die nutzbaren Perspektiven für die Arbeit mit
  gewaltbetroffenen Frauen und Kindern
- Auseinandersetzung mit systemischer Haltung zugunsten der Entdeckung der Möglichkeits-
  räume zwischen Parteilichkeit und Allparteilichkeit
- Kennenlernen und Einüben systemischer Grundlagenmethodik (Hypothesen, Reframing,
  Genogrammarbeit, zirkuläre Fragen etc.)
- Systemische Auftragsklärung und Prozessgestaltung erproben

 

Arbeitsformen:
Theoretischer Input, Systemische Übungen und Methoden im Plenum/in Kleingruppenarbeit, Rollenspiele an Fallbeispielen, Supervision

 

Sonstige Arbeitsformen:
Mitwirkung an der Erstellung der Seminarzeitung, Bearbeitung einer Hausaufgabe zwischen den Modulen

 

 

 

Zeit/Rahmen:
Zwei Module zu je drei Tagen (2x25 Unterrichtseinheiten)

 

 

Dozentin: Petra Baumgärtner, Diplom-Sozialpädagogin (FH), Personalentwicklerin M.A., Systemische Beraterin, Therapeutin und Supervisorin (SG)
(Langjährige Erfahrung in Frauenhaus, Fachberatungsstelle und Interventionsstelle)

 

Verantwortlich: Sabine Kriechhammer-Yağmur, Referentin Eltern- und Familienbildung

 

 

Die Zahl der Teilnehmenden ist auf 16 begrenzt.
Bei Interesse an einer weiteren Vertiefung kann der Kurs durch Aufbaumodule zu einem
Zertifikatskurs erweitert werden.

 

Anmeldeschluss: 15. Januar 2019

 

Termine:
Modul 1: 29.10. - 31.10.2019
Modul 2: 26.11. - 28.11.2019
           
Zeiten: jeweils 11:00-18:00, 09:00-18:00, 09:00-14:30 Uhr

Veranstaltungsort:
hoffmanns höfe, 60528 Frankfurt am Main, Heinrich-Hoffmann-Str.3

Teilnahmebeitrag: 
EUR 495,00 inkl. Tagungsverpflegung (ohne Übernachtung)
Der Teilnahmebeitrag kann auf Wunsch in Raten oder in einmaliger Zahlung entrichtet
werden.


Übernachtungsmöglichkeit: Es besteht die Möglichkeit im Seminarhaus zu übernachten. Bei Interesse buchen Sie bitte Ihre Übernachtung mit Frühstück zu EUR 72,- pro Nacht direkt bei der Tagungsstätte „hoffmanns höfe“. Auch Abendessen kann individuell gebucht werden.
E-Mail: info(at)hoffmanns-hoefe.de

 

 


Kontakt:
Paritätisches Bildungswerk Bundesverband e.V.
Heinrich-Hoffmann-Straße 3
60528 Frankfurt am Main
phone 069/6706-252, Fax: 069/6706-203
mailfobi@pb-paritaet.de

 

 


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