Sozialparcours am Boys'Day

 

Dokumentation vom 28. März 2019 im JUZ Heideplatz

 


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Bei Sozialparcours darf ausprobiert werden
© PB/Juliane Kutter

Sozialparcours am 28. März 2019 im JUZ Heideplatz

Über 100 Schüler der Klassen 7-10 haben sich für die Boys’Day Aktion „Soziale Jungs – Sozialparcours“ im Jugendhaus Heideplatz angemeldet. Bereits vor dem offiziellen Beginn der Veranstaltung hat sich eine Warteschlage vor dem Anmeldestand gebildet.
Die Mitarbeiterinnen des Paritätischen Bildungswerkes BV, das die Veranstaltung jedes Jahr am Boys’Day durchführt, bleiben gelassen. Nach dem Check der Anmeldedaten geben sie den Schülern einen Fragebogen an die Hand. Mit diesem ausgestattet besuchen die Jugendlichen  die „Mitmach-Stationen“ der sozialen Einrichtungen, die in diesem Jahr vertreten sind. Sie müssen notieren, welche Berufe hier jeweils vorgestellt werden und sich einen Stempel der Einrichtung geben lassen. Erst wenn der Fragebogen vollständig ausgefüllt und abgestempelt ist, darf das Los für die Tombola am Ende der Veranstaltung in die Losbox eingeworfen werden.

Als Erzieher muss man im Team zusammenarbeiten können
© PB/Juliane Kutter

Die Schüler ziehen los und besuchen die einzelnen Stände der Anbieter*innen, von denen die meisten in der Turnhalle sind. Der Internationale Bund stellt den Erzieherberuf vor und bietet neben vielen Informationen gleich mehrere Aktionen zum Mitmachen an. Neben einem Geschicklichkeitsspiel können sich die Jugendlichen im Teamplay ausprobieren. Jeder zieht an einem Strang, und doch ziehen alle zusammen an diesem. Aufgabe ist es, mit eriner eingekerbten Scheibe aus Holz, dort, wo alle Stränge zusammenlaufen, einen Holzkegel hochzuheben. Gar nicht so einfach, aber mit viel Geduld lassen die Jungs nicht locker. Es geht um das Teamwork, nicht vorrangig um den Erfolg. Beim Air-Hockey am Tisch nebenan geht es dann eher um Reaktionsvermögen.

Im unteren Stockwerk des Jugendhauses, im Fitnessraum, sitzen mindestens 8 Jungen zusammen mit einem Erzieher und trommeln. Erst trommelt einer vor, dann steigt einer nach dem anderen ein.
Die KITA Frankfurt als fester Bestandteil des Sozialparcours von Anfang an ist ebenfalls vertreten. Hier informieren Erzieher direkt über Ausbildung und Beruf und beantworten die Fragen der Schüler. Das Highlight ist eine mobile Slackline, auf der die Jungen balancieren und ihr Gleichgewicht finden können. Der Erzieher, der die Jugendlichen dabei anleitet, macht deutlich, wie wichtig gute Anleitung, Motivation und Unterstützung sind. Rollen, die Erzieherinnen und Erzieher übernehmen.

Ein Erzieher der Kita Frankfurt unterstützt einen Schüler auf der Slackline
© PB/Juliane Kutter

Im oberen Geschoss bietet der Evangelische Verein für Jugendsozialarbeit einen Haushaltsparcours an. In konzentrierter Atmosphäre erproben sich die Jungen im Knöpfeannähen. Ein kleiner, aber effektiver Schritt zu mehr Selbstständigkeit. Eine der vielen Aufgaben von Sozialpädagog*innen, die Kinder und Jugendliche genau dabei begleiten.

Beim Stand der Agaplesion Markus Diakonie zeigen die Mitarbeiter, die man Blutdruck misst und Hände richtig desinfiziert. Die tatsächliche Wirksamkeit kann anschließend mit einem UV-Lichtscanner nachgeprüft werden. Oft ist die Überraschung dabei groß.


Die Azubis des maxQ – bfw Unternehmens für Bildung haben gemeinsam im Vorfeld Informationen für die Schüler zusammengetragen und aufgearbeitet. Sie informieren nicht nur über die Ausbildung in der Altenpflege und beantworten die Fragen der Schüler zu Gehalt und Inhalte der Ausbildung. Außerdem dürfen sich die Besucher der Station im Rolli-Slalom ausprobieren und einen Alterssimulationsanzug anlegen, der sie gefühlt um etwa 50 Jahre altern lässt. Es ist wichtig, sich in alte Menschen hinein versetzen zu können, wenn man als Altenpfleger*in arbeitet.
Sehr gute Übungen zur Sensibilisierung gegenüber Menschen mit körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen bieten die Kolleginnen der Praunheimer Werkstätten an ihrer Station an. Hier können die Schüler erproben, wie es ist, wenn das motorische Geschick durch ein „künstliches“ Handicap eingeschränkt ist. So ist es z.B. nicht so einfach, Legofiguren zusammenzubauen, wenn man dabei dicke Handschuhe trägt. Jugendliche, die zuvor noch die etwas vom Beruf des Heilerziehungspflegers gehört haben, entwickeln eine Vorstellung, um welche wichtige und wertvolle Arbeit es hier geht.

Praunheimer Werkstätten stellen beim Sozialparcours den Beruf des Heilerziehungspflegers vor
© PB/Juliane Kutter

Auch das Paritätische Bildungswerk ist mit einem Stand vertreten. Allerdings wird hier kein Beruf vorgestellt, sondern ein Freiwilligendienst, bei dem sich Schüler in einer sozialen Einrichtung engagieren können. Das Projekt setzt somit nachhaltig am Boys’Day an und bietet Jungen, die sich für einen sozialen Beruf interessieren, die Möglichkeit, sich im Rahmen des Projekts in dem Bereich für die Dauer von insgesamt 80 Stunden auszuprobieren. Einer der Mentoren aus dem Projekt informiert an dem Stand mit Glücksrad, an dem die Jungen drehen können und danach eine Frage zum Projekt beantworten müssen. Einige Jugendliche haben sich noch während der Veranstaltung für das Projekt angemeldet.
Nachdem alle Schüler sämtliche Stationen durchlaufen haben, beginnt das Bühnenprogramm im Café mit der Begrüßung des Leiters des JUZ Heideplatz und des Paritätischen Bildungswerks Bundesverband, das die Veranstaltung organisiert hat. Moderator Serkan Rahman führt durch das Programm und fragt Azubis und Mitabeitende aus den sozialen Einrichtungen, was sie dazu bewegt hat, ihren Beruf zu ergreifen und was ihnen an diesem besonders gefällt. Die Schüler hören aufmerksam und mit Interesse zu. Denn es sind nicht lediglich Informationen über einen Beruf. Es wird deutlich, dass alle, die hier von ihren Erfahrungen berichten, ihren Beruf mit Herz und mit Begeisterung ausüben und viel von den Menschen, mit denen sie arbeiten, zurückbekommen. Deren Arbeit nicht genug wertgeschätzt werden kann.

Interviewrunde beim Sozialparcours des Paritätischen Bildungswerks Bundesverband
© PB/Juliane Kutter

Den Abschluss bietet die Tombola mit vielen gespendeten Sachpreisen.
Ein Blick auf den Stimmungsbarometer im Eingangsbereich zeigt die Begeisterung der Schüler, aber auch den Vertreter*innen der Einrichtungen hat die Veranstaltung Spaß gemacht und wir haben uns sehr über die vielen positiven Rückmeldungen gefreut.

link Fotos


 

Der Sozialparcours am Boys'Day 2019 fand statt in Kooperation mit:

- Agaplesion Markuskrankenhaus
- Bildungszentrum Frankfurter Verband
- Ev. Verein für Jugendsozialarbeit / Jugendhaus Heideplatz
- Internationaler Bund (IB)
- KITA Frankfurt
- maxQ - bfw-Unternehmen für Bildung
- Praunheimer Werkstätten

Mit freundlicher Unterstützung von:
- Boulderwelt Frankfurt www.boulderwelt-frankfurt.de
- Fraport Skyliners https://www.fraport-skyliners.de
- Eintracht Frankfurt https://www.eintracht.de
- Frankfurter Kinderbüro https://kinderbuero-frankfurt.de
- FSV Frankfurt www.fsv-frankfurt.de
- Held der Steine https://www.youtube.com/user/HeldderSteine

 

 

 

Schirmherrin: Prof. Dr. Daniela Birkenfeld

Die Aktion wird gefördert vom Jugend- und Sozialamt der Stadt Frankfurt

Logo Jugend- und Sozialamt Frankfurt

 

Wir sind Mitglied der Initiative

Klischee frei


Kontakt:
Paritätisches Bildungswerk Bundesverband e.V.
Heinrich-Hoffmann-Straße 3
60528 Frankfurt am Main
Martina Taylor, Projektleiterin "Soziale Jungs"
telefon 069/6706-234 oder -220, Fax: 069/6706-203
Email taylor@pb-paritaet.de

 

 

Pressemeldungen

link Klischee Ade: Schüler testen Berufe
Bornheimer Wochenblatt vom 03.04.2019

link Jungs, jetzt seid ihr gefordert
Frankfurter Neue Presse vom 29.03.2019

link Erzieher, Pfleger, Therapeut- soziale Berufe sind etwas für Jungs
Bornheimer Wochenblatt vom 02.05.2018

link Männlicher Erziehermangel
Frankfurter Rundschau vom 27.04.2018

 

 

 

Eindrücke vom Sozialparcours

Videoclip Sozialparcours 2017

 

 

Hintergrund

Bereits seit 2006 bietet das Paritätische Bildungswerk Bundesverband e.V. (PB) jedes Jahr eine Aktion zur Berufs- und Lebensplanung für Jungen an. Ziel des "Sozialen Tag für Jungen", der parallel zum Girls'Day in Frankfurt am Main stattfand, sollte auch Jungen die Möglichkeitbieten, sich mit Geschlechterrollenstereotypen auseinanderzusetzen und geschlechtsuntypische Berufe kennenzulernen, um damit das Berufswahlspektrum zu erweitern. Das PB vermittelte die Schüler an soziale Einrichtungen, die bereit waren, Plätze für diesen Tag anzubieten und organisierte eine "After-Work-Party", die am Nachmittag im JUZ Heideplatz stattfand und das Angebot mit einem Programm abrundete.
Mit der Einführung des bundesweiten Boys'Day im April 2011 und der damit verbundenen zentralen Verwaltung (Einsatzstellen können ihre Plätze auf www.boys-day.de einstellen, über die die Schüler sich wiederum anmelden können) entfiel der Bedarf einer eigenständigen Vermittlung von Plätzen für das PB. Es ist uns jedoch weiterhin ein wichtiges Anliegen, Jungen bei ihrer Berufs- und Lebensplanung zu unterstützen und auf unseren Freiwilligendienst "Soziale Jungs" aufmerksam zu machen, bei dem sich interessierte Schüler auch längerfristig in sozialen/pflegerischen Einrichtungen engagieren können
(Soziale Jungs Frankfurtwww.sozialejungs.de). So entstand die Idee des Sozialparcours am Boys'Day.